von Nicole Bee

Nicht selten fängt im Bus oder Taxi spontan
jemand an, mitzusingen oder sich rhythmisch zu
den verschiedensten Klängen zu bewegen. Für
die Kolumbianer ist Musik viel mehr als der Klang
einer Party –Musik ist der Ausdruck ihrer Seelen,
ihrer Geschichte, ihres Lebens – und das spürt
man bei jeder Gelegenheit.

» Ob auf der Straße, im Supermarkt, im Bus oder bei der Arbeit – der stetige Begleiter der Kolumbianer ist die Musik. «

Um die kolumbianische Musik wirklich zu verste-
hen, muss man nicht nur den spirituellen,
sondern auch den geschichtlichen und
kulturellen Hintergrund des Landes kennen.
Sie ist das Ergebnis indigener Traditionen, der
Geschichte der Sklaven und der europäischen
Einflüsse, die mit den  Spaniern nach
Kolumbien kamen.

 

Kolumbianerin in Feierlaune Cumbia und Vallenato waren die ersten Musikstile dieser Art: Cumbia ist die perfekte Mischung aus den Flöten der Indigenen und den Trommeln der schwarzen Bevölkerung, und erst sehr viel später kam mit dem westlichen Einfluss der Gesang dazu. Der Vallenato besticht durch das Akkordeon. Meist verbindet er fröhliche Melodien mit tragischen, aufregenden Texten – er diente an der Karibikküste lange Zeit als eine Art Minnegesang; Nachrichten wurden so von Ort zu Ort getragen.

Diese traditionellen Musikstile entwickelten sich mit der Zeit immer weiter, beeinflussten sich gegenseitig und übernahmen neue Klänge wie z. B. den Salsa aus der Karibik. Heute ist nicht nur die Pop- und Rockmusik von Shakira und Juanes über Kolumbiens Grenzen hinaus bekannt, sondern auch die Elektro-Cumbia Musik von Bomba Estereo oder die mitreißenden Songs von Quoc-QuibTown, eine Mischung aus der Musik der Pazifikküste und Hip-Hop – mit durchaus kritischen Texten zur kolumbianischen Gesellschaft.

Kolumbien hat einfach den Rhythmus im Blut, der jeden Besucher inspiriert und zum Singen und Tanzen animiert.

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