In Kolumbien leben knapp 1,4 Millionen Menschen, die den Anteil der kolumbianischen Indianerstämme ausmachen.

Durch die Verfassung sind den indigenen Völkern umfassende Landrechte garantiert, deren Einhaltung durch den Verband kolumbianischer Indianervölker gewährleistet wird. Die indianischen Stämme organisieren sich in selbstverwalteten Gebieten, sogenannten Resguardos, mit eigener Verwaltung und Rechtsprechung. Die größten indigenen Stämme sind die Wayu, deren 280.000 Angehörige auf der Guajira-Halbinsel an der Karibikküste nahe der Grenze zu Venezuela leben, die Embera im Grenzgebiet zu Panama mit 60.000 Mitgliedern und die Sinu (34.000), welche ebenfalls an der Karibikküste beheimatet sind.

Die Kogui-Gemeinde beispielsweise bewohnt das nördliche Gebiet der Sierra Nevada, schon seitdem sie vor den Spaniern in die Berge geflohen ist. Die Kogui-Indianer leben in runden Hütten, ihre höchste Autorität ist der Mamo, ein weiser Greis, der das Wissen der Ahnen in sich verkörpert und eine Art Brücke zwischen dem Spirituellen und dem Materiellen darstellt.

Eines der obersten Ziele der Kogui ist es, nach Einsicht zu streben und Weisheit zu erlangen. Dies ist nur nach einem langen Gespräch mit einem der weisen Männer, die weit oben in den Bergen leben, möglich. Deshalb verlässt jeder Mann für eine längere Zeit sein Dorf und seine Familie, um Lehrzeit mit einem Mamo zu verbringen.

Ein weiteres indianisches Bergvolk sind die Arhuaco, ein 4000 Mann starker Stamm. Die meisten Männer und Frauen haben langes, dunkles Haar und indianische Gesichtszüge. Auch die Familien der Arhuaco wohnen jeweils in mehreren Häusern, die sie je nach Lust und Laune abwechselnd beziehen.

Die Indigenas im Amazonasgebiet verteilen sich auf 50 verschiedene Ethnien. Die Makuna beispielsweise, noch ca. 600 Individuen, leben heute in der Region Vaupes am Ufer des Flusses Comena an der Grenze zu Brasilien und pflegen zu den Maku und Tukano ein freundschaftlich friedliches Verhältnis. Ein jedes Dorf hat ein eigenes Oberhaupt, Lehrer und Priester. Schamanismus und Naturreligionen werden hier großgeschrieben. Sie leben von Jagd, Fischerei und Landwirtschaft.


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