ENZYKLOPÄDIE DER FRÜCHTE

ENCICLOPEDIA DE LAS FRUTAS

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von Nicole Bee

LULO
LULO (Solanum quitoense)

Die Lulo ist eine der beliebtesten Früchte, um Saft zu machen. Gemischt mit Wasser und etwas Zucker schmeckt Lulosaft sehr erfrischend. Wer es schafft, eine Lulo pur zu essen, bekommt das Lachen sicher nicht mehr aus dem Gesicht, denn sie ist extrem sauer. Das Innere der runden Frucht ist orange-grün. Die orange, lederartige Schale ist mit einer pelzigen Hülle, ähnlich der der Kiwi, ummantelt. Den Geschmack der Lulo zu beschreiben ist schwer, denn sie ähnelt keiner uns geläufigen Frucht. Ich persönlich finde, sie schmeckt ein wenig nach Stachelbeere.


ANANAS
PIÑA

Wer in Kolumbien in eine Ananas beißt, hat gleich zwei Geschmäcker auf einmal im Mund, denn sind sie reif, schmecken sie durch ihre Süße nicht nur nach Ananas, sondern auch ein wenig nach Kokos. Oft wird die Piña in Scheiben geschnitten und portionsweise auf der Straße verkauft. Einen Frucht-Snack in Kolumbien zu bekommen ist sehr leicht – egal, wo man sich gerade befindet. Wussten Sie, dass die Zeit vom Pflanzen bis zur Ernte einer Ananas – je nach Anbauregion – bis zu 20 Monaten betragen kann?


 

GUAVE
GUAYABA (Psidium guajava)

Die Guave ist das wahrscheinlich meist genutzte Obst in Kolumbien. Die Kolumbianer essen die innen rosafarbene Frucht komplett, inklusive ihrer gelben Schale. Ebenso beliebt wie der Guavensaft ist der sogenannte „Bocadillo“, eine feste, geleeartige Süßigkeit, die aus der Frucht gewonnen wird und mit einem Glas kalter Milch dazu ein echter Energiebringer ist. Außerdem werden süße Kochbananen mit Bocadillo und Käse gefüllt und im Ofen gebacken – eine Köstlichkeit, die Sie nicht verpassen sollten!


 

MANGO
MANGO

Mangos gibt es in Kolumbien in Hülle und Fülle. Während der Erntezeit kostet eine ganze Kiste so viel wie eine einzige Flugmango in Deutschland. In Kolumbien werden aber nicht nur die reifen, süßen Mangos gegessen, sondern auch die unreifen. Mit etwas Salz und Limettensaft sind sie wunderbar erfrischend. Bei einer Busreise durch wärmere Gebiete kommt es nicht selten vor, dass an einer Mautstation Straßenverkäufer ans Busfenster klopfen und eine Portion „Mango biche“ für 1000 Pesos feilbieten.


Getränke aus frisch gepressten Früchten

Kolumbien ist das Land der exotischen Früchte und vor allem der frischen Fruchtsäfte. Ob im Supermarkt, an den Verkaufsständen in der Stadt oder auf dem Marktplatz eines jeden Dorfes – überall duftet es nach Mango, Orangen und Ananas.

In Kolumbien gibt es keine einzige Familie, in deren Küche nicht mindestens ein Standmixer steht, um zum Mittagessen einen leckeren Saft – ob mit Wasser oder mit Milch – zuzubereiten. Probieren Sie einmal einen Saft aus…


SÜSSE GRANADILLA
GRANADILLA (Passiflora ligularis)

Mein Bruder nennt die Granadilla “Fischfrucht”, nicht weil sie so schmeckt, sondern weil sich in der runden Frucht, die mit der Maracuja verwandt ist, kleine graue, glibberige Kerne befinden. Zum Essen bricht man die harte Schale in der Mitte auf und schlürft die Kerne heraus. Das ist sehr erfrischend und im Gegensatz zur Maracuja gar nicht sauer. Auch die Curuba (Passiflora tripartita) ist mit der Maracuja verwandt. Ihr Saft ist mein absoluter Favorit – probieren Sie ihn mit Milch!


 

PHYSALIS
UCHUVA

Eine Frucht, die Sie in Deutschland leicht bekommen können, ist die Uchuva (Physalis). Die kleine, orange Kapstachelbeere ist mit papierartigen Blättern umhüllt. Achten Sie im Supermarkt einmal darauf: Die Physalis kommt fast immer aus Kolumbien. Aus ihr wird ebenso Saft gewonnen wie aus der Tomate de Arbol, der Baumtomate, die kein Gemüse ist und auch überhaupt nicht nach unserer herkömmlichen Tomate schmeckt. Probieren Sie einmal den Saft dieser außergewöhnlichen Frucht!


 

STACHELANNONE
GUANABANA (Annona muricata)

Die Guanabana sieht für mich aus wie ein kleines Monster. Sie ist außen grün und mit breiten Stacheln versehen. Für eine Frucht ist sie recht groß, denn die Guanabana kann bis zu 40 cm hoch und bis zu 5 Kilo schwer werden. Ihr Fruchtfleisch ist weiß und lamellenartig. In jeder der vielen Lamellen steckt ein großer, schwarzer Kern, der für die Gewinnung des Saftes herausgedrückt wird. Das ist sehr aufwendig, lohnt sich aber – besonders mit Milch ist der Saft empfehlenswert.


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